Leon Goretzka sorgte ungewollt für viel Wirbel beim FC Bayern München. Nach dem 2:0 über Inter Mailand zum Auftakt der Champions League verkündete der Mittelfeldspieler, er sei „bereit für die Startelf“. In den Medien wurde dieser Satz als Aufforderung an Trainer Julian Nagelsmann verstanden, fortan auf ihn, anstatt auf Marcel Sabitzer zu setzen. Schlagzeilen machten die Runde, es herrsche Ärger in der Kabine. Diese passten zum schwachen Auftreten der Bayern in der Bundesliga mit drei Unentschieden in Serie.
Nach dem 2:0 über den FC Barcelona im zweiten Gruppenspiel der Königsklasse ergriff Goretzka erneut das Wort. Er wurde in dieser Partie zur Halbzeit für Sabitzer eingewechselt, da dieser die gelbe Karte gesehen hatte. Der deutsche Nationalspieler machte ein starkes Spiel und holte die Ecke zum 1:0 heraus. Seine Aussagen nach der Partie waren an Deutlichkeit nicht misszuverstehen und richteten sich scharf gegen die Medien.
Goretzka: „derart konstruierte Probleme“
Er habe zu diesem Thema eigentlich nichts sagen wollen, aber er könne nicht anders, so Goretzka im Interview mit „Prime Video“. Es gebe überhaupt kein Problem. Er habe weder mit dem Trainer noch mit dem Umstand Schwierigkeiten, dass er nicht angefangen habe. Ein Satz von ihm sei völlig deplatziert benutzt worden. Die ganzen angeblichen Probleme seien „derart konstruiert“ – dies habe ihn wirklich geärgert.
In der Mannschaft verstünden sich alle super, seien zufrieden und wüssten, dass die Bayern viele Spiele hätten und jeder mal von Beginn an spielen werde. Er selbst sei sechs Wochen raus gewesen und habe dann 90 Minuten gespielt, so Goretzka weiter. Dass er dann zwei Tage später nicht wieder starte, sei völlig normal. Der Trainer habe es ihm gut erklärt. Sabitzer habe zudem „super gespielt die letzten Wochen“. Deutlicher kann ein Spieler nicht versuchen, seine Aussage ins richtige Licht zu rücken.