Nübel stellt Forderungen – Nagelsmann antwortet

Die Chancen, dass Alexander Nübel noch einmal für den FC Bayern München aufläuft, sind in den letzten Tagen doch deutlich gesunken. Manuel Neuer wird seinen Vertrag wohl langfristig bis 2025 verlängern. Für den derzeit an den AS Monaco verliehenen Schlussmann würde es damit kaum eine Chance geben, in den nächsten dreieinhalb Jahren Stammtorhüter zu werden. Genau diesen Anspruch erhebt der 25-Jährige jedoch. Seinem Klienten sei „ein klarer Karriereplan vor seinem Wechsel zu den Bayern vorgelegt worden“, schildert Nübel-Berater Stefan Backs im Gespräch mit der „Abendzeitung“. Und dieser habe zunehmend mehr Einsätze und schließlich den Stammplatz zwischen den Pfosten vorgesehen.

Nübel möchte mehr spielen

Der Spieler erklärte selbst, dass er nur nach München zurückkehren wolle, wenn er mehr als in seinem ersten Jahr spielen dürfe. Damals wurde ihm eine gewisse Einsatzzahl von der Klubführung zugesichert, die der Trainer ihm aber nicht gewährte. Als Ausgleich waren die Bayern zu der langen Leihe nach Monaco bereit, wo der 25-Jährige bis zum 30. Juni 2023 bleiben soll. Dass es danach nochmals zu einem ähnlichen Modell kommt, um auf Neuers Karriereende zu warten, erscheint unwahrscheinlich. Nübels Seite hat deutlich gemacht, dass sie dann eine endgültige Trennung bevorzugen würde, damit der Keeper an anderer Stelle einen dauerhaften Stammplatz haben könnte.

Nagelsmann findet Nübels Anspruch „schon mal eine gute Sache“

Der Trainer, der Nübel seine zugesicherten Einsätze verwehrt hatte, war Hansi Flick. Inzwischen ist bekanntlich Julian Nagelsmann in Amt und Würden. Und dieser erklärt im „kicker“, er finde Nübels Anspruch „schon mal eine gute Sache.“ Es sei immer gut, wenn Spieler das nötige Selbstvertrauen hätten und sich klare Ziele für ihre Leistung sowie die eigene Karriere setzten. Neuer sei allerdings der weltbeste Torwart, so der Bayern-Trainer weiter. Er wolle ihn nicht aus dem Tor nehmen, solange dieser gesund sei und Bock habe zu spielen. Es klingt eher nach einer Trennung zwischen Nübel und den Bayern als nach einem Happyend.

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